
INFES ist ursprünglich aus einer Betroffeneninitiative entstanden und wurde 1994 als Verein INFES – Infostelle für Essstörungen gegründet.
Mit dem Ziel, die psychosoziale Situation Betroffener und Angehöriger zu verbessern, arbeiteten engagierte Frauen vor allem am Abbau von Vorurteilen und Tabuisierung sowie an der Informationsgebung durch Beratung und Selbsthilfe.
Der Verein INFES bestand schon bald aus einem professionellen Mitarbeiter/innenteam, welches zum Teil auf Honorarbasis, zum Teil ehrenamtlich arbeitete. Gemeinsam wurde erfolgreich versucht, die Gesellschaft in Südtirol für das Thema Essstörungen zu sensibilisieren und die krankheitsförderlichen Risiken bestimmter soziokultureller Faktoren aufzuzeigen und zu verändern.
In den letzten Jahren hat sich das ambulante und stationäre Angebot in Südtirol wesentlich verbessert, bleibt aber für Betroffene und Angehörige nicht immer durchschaubar. Durch zielführende Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Einrichtungen sollen Betroffenen und Angehörigen klare Betreuungspfade ermöglicht werden.
In diesem Netzwerk übernimmt INFES die Aufgabe der Information, Beratung und Motivierung, sodass Therapieangebote für Betroffene und Angehörige erreichbar und erstrebenswert werden, aber auch dass allen Interessierten informativ begegnet werden kann.
Diese Weiterentwicklung, die verstärkten Anfragen vonseiten der Netzwerkpartner/innen und der Öffentlichkeit sowie die erhöhten organisatorischen Anforderungen im administrativen Bereich bedingten es, dass INFES mit der ursprünglichen Trägerstruktur nicht mehr weitergeführt werden konnte.
Veränderung bei INFES
Im Jahr 2006 wurde der Verein INFES aufgelöst und unter die Trägerschaft des Vereins Forum Prävention gestellt. Dieser seit 2000 bestehende Verein bemüht sich um all jene Maßnahmen, die eine qualitative Verbesserung in den verschiedensten Bereichen der Suchtarbeit, der universalen und selektiven Präventionsarbeit sowie der Gesundheitsförderung.
Mitglieder des Vereins sind öffentliche Körperschaften und private juristische sowie natürliche Personen aus verschiedenen Einrichtungen der Suchtarbeit, der Jugendarbeit, der Bildung und der Gesundheitsförderung.
Präsident des Vereins ist Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler, Vizepräsident der Arzt Alberto Degiorgis.
Der Verein ist mit Dekret der Landesregierung vom 14.05.2001 als juridische Person rechtlich anerkannt.








